Georgisches Kulturforum
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Geschichte Georgiens


Georgien

Die muttersprachliche Bezeichnung für Georgien sakartwelo (georg. das Land der Georgier) tritt erst im 10. Jahrhundert n. Chr. auf. Unter diesem Begriff wurde das durch die kartwelischen Stämme besiedelte Territorium des Südkaukasus verstanden. Bis zum 10 Jh. n. Chr. (Vereinigung Georgiens) haben verschiedene Zusammenschlüsse kartwelischer Stämme voneinander unabhängig existiert.

Die alten kartwelischen Stämme und die ersten Staatsbildungen im Südkaukasus

Anhänger, Bronze,
18.-16. Jh. v. Chr.

Eine bedeutende ethnische Gruppe bildete der südkartwelische Stamm, der in assyrischen, luvischen und urartäischen Quellen des 15. bis 7. Jh. v. Chr. als Uschki und von den Griechen als Moskhoi bezeichnet wurde. Sie werden mit dem georgischen Stamm der Meskhen gleichgesetzt.
Nach der Vernichtung des Muschkenreiches durch die Kimmerer und Urartäer seit den 70er Jahren des 7. Jh. v. Chr. wanderte eine große Gruppe der Muschken nach Nordosten und ließ sich auf dem Territorium des heutigen südwestlichen Georgiens nieder.

 

Später werden die Griechen dieses Land Moshhike, d.h. das Land der Moskhen nennen, das in den späteren georgischen Quellen als Samzche oder auch Meskheti genannt wird.
Der erste große Zusammenschluss kartwelischer Stämme auf dem Territorium des südwestlichen Georgien wird diauchi genannt. (späterer Name dieser Provinz ist Tao)

In der Mitte des 8. Jh. v. Chr. wurde ein Teil von Diauchi von den Urartäern erobert, der andere Teil jedoch an den westkartwelischen Staat Kolcha angeschlossen.
Kolcha (in den urartäischen Quellen auch kulcha genannt) bildete den Zusammenschluss, der in den assyrischen Texten des 12. Jh. v. Chr. kilchi genannt wird. Allmählich hatte sich dieser zu einem mächtigen Staat entwickelt, der seinen Höhepunkt im 8. Jahrhundert erreicht hatte, als er das Königsreich Diauchi endgültig vernichtet und sich dessen Territoriums bemächtigt hatte und als in der Literatur das erste Mal die ethnisch-politische Bezeichnung „kolchis“ beim Epiker Eulemos von Korinth genannt wird. Über „die goldreiche Kolchis" erzählt die Sage über die Argonauten, die vom fernen Griechenland durch das schwarze Meer nach Kolcha kommen, um das bekannte goldene Vlies nach Griechenland zu bringen. Der antike griechische Schriftsteller Euripides hat diese Geschichte in seinem Werk „Medeia“ künstlerisch dargestellt. Auch bei anderen griechischen und römischen Quellen (Herodot, Strabon Aristoteles, Arrian, Plinius u. a.) sind die Angaben über Kolchis anzutreffen.
In den 20er Jahren des 8. Jh. v. Chr. nahm die Macht von Kolcha ab, und es wurde von den Stämmen der Kimerer endgültig vernichtet.

Das kaukasische Iberien – das Ostgeorgische Reich

Die griechisch-römische Welt hat zwei Iberien gekannt, das eine im Westen auf der Pirinäenhalbinsel und das andere im Osten im Kaukasus auf dem Territorium des heutigen Ostgeorgiens. Erster König dieses Landes war Pharnavas. Er ist Begründer der Königsdynastie, die in georgischen und armenischen Quellen als Pharnavazianer bezeichnet wurde. Diesem König wird die Durchführung einer ganzen Reihe von Reformen zugeschrieben, die wichtigen davon sind die Schaffung der georgischen Schrift, die territorielle Einteilung des Landes in fiskalisch-administrative und militärische Bezirke, sowie die Einführung der Staatsämtern, einer gesamtstaatlichen Religion, darunter des königlichen Kults von Armazi.
Das 1. und. 2. Jh. v. Chr. ist die Blütezeit Iberiens, dessen Machtentfaltung mit der Regierungszeit des Königs Pharsman II. zusammenfällt, der in den 30er Jahren des 2. Jh. herrschte. Die altgeorgischen Geschichtsquellen überliefern als seinen Beinamen „qweli“, was wörtlich „der Heldenmütige“ bedeutet.

Die Bekehrung Iberiens zum Christentum

Dschwari, Mzcheta
VI-VII Jh.

Im 4./ 5. Jh. n. Chr. haben sich im politischen, sozialen und kulturellen Leben des Landes Ereignisse von großer Bedeutung zugetragen, von denen der Übernahme des Christentums als Staatsreligion eine besondere Bedeutung zukommt. Die Bekehrung Kartlis (Iberien) wird nach den altgeorgischen sowie armenischen und bysantischen Quellen der heiligen Nino zugeschrieben.

Nino war die einzige Tochter des berühmten kappadokischen Feldherrn und Verfechters des Christentums Zabilon und seiner Ehefrau Susanna. Als Nino zwölf Jahre alt war, verkauften ihre Eltern ihr ganzes Vermögen, das Geld verteilten sie an Bettler und pilgerten nach Jerusalem, wo Nino 2 Jahre bei einer alten Armenierin aus Dwin verbrachte. Danach begegnete sie Ripsime, einer Frau königlicher Herkunft. Mit ihr und anderen fünfzig Frauen floh sie nach Armenien, wo alle von dem armenischen König Trdat gemartert wurden. Nino allein blieb am Leben und begab sich nach Kartli. (ausführlicheres darüber bei „Die Bekehrung Kartlis“) Nach der abenteuerlichen Reise gelangte sie in die Hauptstadt Kartlis Mzcheta, wo sie erleben musste, wie das Volk die heidnischen Götter Armazi, Gazi und Gaim anbetete. Nino rief daraufhin Christus an, der solch ein fürchterliches Unwetter auf die Erde sandte, dass die Götzen stürtzten. Später hat Nino die Zweige einer Weinrebe mit eigenen Haaren zusammengebunden, ein Kreuz daraus gemacht und es in einen Broombeerstrauch gestellt, unter dem sie wohnte. Sie tat Wunder und heilte Kranke, auch die Königin Kartlis Nana, die lange an einer schweren Krankheit litt. All das machte sie mit dem Namen Christi und es gelang ihr, viele Leute zum Christentum zu bekehren, unter anderen auch die Königin Nana. Doch der Ibererkönig Mirian blieb seinem Glauben treu, bis an einem Sommertag, dem 20. Juli auf der Jagd im Wald ein Wunder geschah: Gegen Mittag verdeckten plötzlich Wolken die Sonne und es wurde so dunkel, dass der allein zurückgebliebene und in Furcht geratene König nichts mehr sehen konnte. Er rief vergebens seine Götzen um Hilfe. Als er später aus Verzweiflung Christus anbetete, verschwand die Finsternis augenblicklich und Mirian pries Ninos Gott. Gleich am nächsten Tag schickte der König Boten nach Griechenland um Priester zu holen und Nino bekehrte das Volk zum rechten Glauben. In den georgischen Quellen („ Die Bekehrung Kartlis“ und „Das Leben kartlis“ ) wird Mirian als der erste Ibererkönig genannt, der den christlichen Glauben angenommen und das Christentum zur Staatsreligon in Kartli eingeführt hat. Als Datum dieses Ereignisses wird das Jahr 337 vermutet.

König Wachtang Gorgassal

Der im 4. Jh. in Iberien herrschende König Wachtang mit Beinamen Gorgassal ist in der Geschichte Georgiens als ein energischer Politiker, hervorragender Feldherr und Beschützer des Christentums eingegangen. Mit seinem Namen ist auch die Begründung von Tbilisi, der Hauptstadt Georgiens verbunden.
Die Jahre, als Wachtang den Thron bestiegen hatte, waren eine äußerst schwere Zeit für Kartli: Die andauernden Aggressionen von dem sasanidischen Iran einerseits und die räuberischen Überfälle der nördlichen Nomaden andererseits ließen das Land und die ganze Bevölkerung nicht in Ruhe. Die heimischen Feudalherren standen dem neuernannten König oppositionell gegenüber und auch in der Kirche bildete sich eine Opposition heraus. Der weitsichtige König widmete sich energisch der Stärkung der Zentralgewalt und dem mühsamen Kampf für die Unabhängigkeit seines Landes. In erster Linie hat er jedoch wichtige anstehende Reformen in der Kirche durchgeführt, die aus dem Konflikt mit dem Erzbischhof Michael entstanden waren. Das Hauptziel seiner Reformen lag vor allem in der Stärkung der politischen Macht des Landes auf die Kirche. Dem König gelang es, den Erzbischof zu besiegen und das Amt des Kathalikos einzuführen, was zugleich die Anerkennung der Autokephalie der georgischen Kirche bedeutete.
Außer der Durchführung der kirchlicher Reform ist die Intensivierung des Städtebaus als ein weiterer Verdienst Wachtangs zu bewerten. Von ganz besonderer Bedeutung ist jedoch die Gründung der Stadt Tbilissi. der Legende nach, als der König Wachtang in der Umgebung des heutigen Tbilissi jagte, stieg ein Fasan vor dem König auf. Wachtang ließ seinen abgerichteten Habicht auf den Fasan los, beide Vögel kämpften stark gegeneinander und nach einer Weile war keiner von ihnen zu sehen; Nach langem Suchen fand man sie abgebrüht in einer heißen Quelle. Wachtang gefiel der Ort und Befahl, dort eine Stadt zu erbauen. Wegen den vielen heißen Quellen wurde die Stadt Tbilissi (tbili georg. warm) genannt. Später hat der Erbe Wachtangs, der König Datschi I. die Mauern von Tbilisi hochgezogen und die Stadt zur Hauptstadt gemacht.
Wachtang begann den Kampf gegen die Sasaniden mit der Eroberung der Pässe des Nordkaukasus, um sich den Rücken freizuhalten. Er unterwarf die Osseten und andere nordkaukasische Stämme, errichtete mächtige Verteidigungsbauten, die er das dariali-Tor nannte und erst dann zog er in den Krieg gegen die Iraner, zuvor unterwarf er jedoch die eigenwilligen Feudalen. Zunächst gelang es Wachtang die Iraner zu besiegen, als jedoch im Jahre 483 die sasanidischen Truppen in Kartli einfielen, musste er in die Berge flüchten. Als der sasanidische König Peros starb, nahm Wachtang den Kampf erneut im Jahre 502 auf. Der Überlieferung nach ist er im Krieg von dem Verräter ermordet worden.
Nach dem Tode Wachtangs beherrschten die Sasaniden das Königsreich Kartli. 583 schafften die Iraner die in Kartli schon seit den 80er Jahren des 3 Jh. v. Chr. bestehende königliche Macht ab, von nun an regierte das Land ein aus dem Iran entsandter Statthalter, der die höchste Militär- und Zivilmacht hatte.

Lazika – Das Reich von Egrissi

Als Lazika wird in den byzantischen Quellen der Staat der westkartwelischen Stämme der Lasen (Nachkommen der Kolchen) bezeichnet, der in dem zentralen Teil des heutigen Westgeorgiens entstanden war. In den altgeorgischen Quellen wird dieser Staat Egrissi genannt. (Der Stamm egr bildet die Bezeichnung der westkartwelischen Stämme der Megrelen).
Seit dem 4. Jh. n. Chr. begann das gestärkte Lasenreich zu expandieren und sein Territorium zu vergrößern. Es umfasste die gesamte östliche Schwarzmeerküste von Pytyus (heute Pitzunda) bis hin zum Fluss Apsar (heute Tschorochi), im Osten erstreckte es sich bis zum Lichi (Surami-) Kamm und nördlich umschloss es das Bergland von Abchazien und das ganze Swanetien.
Von den zahlreichen griechischen Quellen über Lazika erfährt man, das dieser Staat durch ihre hochentwickelte Landwirtschaft bekannt war. Die Grundlage der lazischen Wirtschaft bildete der Ackerbau. Historiker berichten auch von einem entwickelten Weinbau, einer weiten Verbreitung verschiedener Getreidesorten sowie von zahlreichen anderen landwirtschaftlichen Zweigen.
Die wichtigen Städten des Reiches waren Archäopolois (griech. „die alte Stadt“, Nokalakevi georg. „die Stelle, an der früher eine Stadt gegeben hat), Kutaissi, Rhodopolis (Wardziche georg.), die Küstenstädte: Pitius (Bitschwinta georg.), Dioskurias (heute Sochumi), Phasis (heute Poti). Die letztere war durch ihre Akademie – eine berühmte Schule der Philosophie und Rhetorik bekannt.
Seit dem 4 Jh. scheint auch in Lazika das Christentum als Staatsreligion eingeführt worden zu sein. Manche alten Quellen berichten sogar über zwei Schüler von Christus, Andreas und Simeon von Kana, die im 1. Jh. in dieser Region das Christentum verbreiteten.

Die arabische Invasionen

Der erste Einfall der Araber war im Jahre 642/643 in Kartli. Damls leistete das Land solchen Widerstand gegen den Feind, dass die Araber den Rückzug antreten mussten. Zehn Jahre später (654-655) brachen die Araber erneut in Kartli ein und eroberten das Land. Sie haben hohe Tribute für die Bevölkerung eingesetzt. Ab und zu brachen die Aufstände im Land gegen die Eroberer aus, die mit großer Grausamkeit unterdrückt wurden. Zu einer der Strafmaßnahmen zählte der Einfall des arabischen Feldherrn Murwan, mit Beinamen Taube während der Jahre 735/736. Er verwüstete das ganze Land und brannte es nieder und richtete alle Vertreter lokaler Aristokratie hin, die sich weigerten zum Islam überzutreten. Um die Wende des 8. zum 9. Jh. wurden viele Teile des Landes von der arabischen Herrschaft befreit. Seither konnten die Araber nur in Tbilissi, wo ihr Emir saß und im Südotsen Fuss fassen. Auf dem übrigen Territorien bildeten sich jedoch kleine unabhängige Königsreiche und Fürstentümer heraus. Trotz schwierigster wirtschaftlicher und politischer Bedingungen aufgrund der arabischen Invasionen blühte das kulturelle Leben. Es wurden auf von den Arabern befreiten Territorien zahlreiche Kirchen und Klöster gebaut. Besonders bemerkenswert sind die Tätigkeiten von dem Geistlichen Grigol von Chandzta und seinen Schülern in der Provinz Tao-Klardscheti, wo sie das ganze Monasterium errichtet haben. Der Verdienst des hervorragenden Georgiers Grigol von Chandzta hat der Schriftsteller des 10. JH. Giorgi Merchule in seinem Werk „Das Leben von Grigol Chandzteli“ geschildert.

Die vereinigte georgische Monarchie

Die erste Vereinigung aller politischen Einheiten und Stämme Georgiens zu einer gemeinsamen Monarchie fand erst am Ende des 10. Jh. statt. Dieser Prozess hat von der südwestlichen georgischen Provinz Tao-Klardscheti angefangen, wo das fürstliche Geschlecht von Bagrationi ansässig war. Im Jahre 980 gelang Bagrat dem III. aus der Bagratiden Dinastie die erste vereinigte georgische Monarchie zu bilden und damit begann auch die neue Ära in der Geschichte Georgiens, das mehr als tausend Jahre, bis zum 1801 (Russische Annexion) von der Dinastie Bagrationen regiert werden sollte.
Außerhalb der Regierungsmacht von Bagrat III. verblieb Kartli mit Hauptstadt Tbilissi, wo seit 7 Jh. (Arabische Invasion) der arabische Emir herrschte.
Während der Regierung des Nachfolgers von König Bagrat III. eskallierte die politische Situation im Lande. Die eigenwilligen Feudalherren versuchten immer wieder ihre politische Macht und Rechte zu vergrößern und damit die Zentralregierung zu schwächen. Dazu kamen noch sei den 60-70er Jahren des 11. Jh. die ständigen Einfälle von Seldschuken, die das Land verwüsteten. So bestand seit dem Ende des 11.Jh. die Herausforderung der Rettung des georgieschen Staates sowie der georgischen Nation.

König Dawid IV. der Erbauer

Im Jahre 1089 hat der 16 jahrige Dawid IV. den Thron bestiegen. Der junge, energische König hat seine Tätigkeit damit angefangen, dass er als erste große Tat den unerbittlichen Kampf gegen die separatistischen Feudalen durchführte. Den Schlüssel zur Befreiung und Wiederherstellung seiner Heimat sah König Dawid nur in der Hand der mächtigen Zentralregierung. Der Stützpunkt seines Kampfes war ein treugesinntes und verlässliches Heer aus Bauern und Dienstadel sowie die vergrößerte Reiterei. Als eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Aufstellung des anstehenden Heeres muss die Einberufung von Kiwtschaken (nordkaukasischer Stamm) genannt werden, die nach Georgien einsiedelte und Ländereien erhielten. Dafür musste jede Familie einen Krieger für den ständigen Militärdienst zur Verfügung stellen. Auf diese Weise hatte Dawid bald 40.000 stark abgerichtete und treue kiwtschakische Krieger. Jetzt begann der König mit der endgültigen Befreiung aller georgischen Länder von den ausländischen Eroberern. Zu dem ntscheidenden Kampf kam am 12 August 1121 auf dem Didgori-Feld in der Nähe von Tbilissi, wo 60.000 georgische Krieger unter König Dawids Führung das zahllose türkische Heer besiegte. Nach diesem Kampf wurde letztendlich die Hautptstadt Georgiens Tbilissi befreit, die 400 Jahre von den Arabern erobert war. Die Stadt wurde daraufhin feierlich zum Königssitz und Landeshauptstadt erklärt.

König Dawid IV. – ein hochgebildeter Mensch, bemühte sich viel um die Entwicklung der Wissenschaft und Kultur in Georgien. In der Zeit seiner Herrrschaft wurde das prachtvolle Kloster von Gelati (in der Nähe von Kutaisi) gebaut. Beim Kloster befand sich die bekannte Akademie – das Zentrum der Wissenschaft, die Dawid im Jahre 1106 gründete. Auch in dieser Zeit wurde die herrliche Ikone von Gottesmutter mit Jesus in der Hand aus der Kirche von Zarzma, Meskhetien, angefertigt.
König Dawid IV. ist eindeutig die wichtigste Persönlichkeit in der Geschichte Georgiens. Das dankbare Volk hat ihn „Dawid den Erbauer“ genannt. Er starb tragisch bei der Jagd im Alter 52 und wurde laut seinem Testament im Kloster von Gelati bestattet.

König Dawid der IV.

Blütezeit Georgiens – Das Königtum von Tamar

Im Jahre 1178 regierte zum ersten Mal in der Geschichte Georgiens eine Frau. Als Nachfolgerin des Königs Giorgi III (er hatte keinen Sohn) wurde die junge und schöne Tamar von ihrem Vater als Mitherrscherin erklärt.

Königin Tamar

Die Zeit des Königtums von Tamar (1184-1207) ging in die Geschichte Georgiens als „Die goldene Epoche“ ein. Am Ende des 12. und am Anfang des 13. Jh. erreichte Georgien die Spitze seiner Entwicklung. Das Land, dessen Grenzen gut geschützt waren und wo das Volk keine Angst mehr vor den ausländischen Eroberern zu haben brauchte, erlebte seinen großen Aufschwung.
Im Jahre 1204 hatte Georgien die gesamte südwestliche Schwarzmeerküste seinem Einflussbereich zugeordnet und einen selbstständigen Staat, das Königreich von Trapezunt gegründet.

Zu diesem Zeitpunkt der besonderen politischen Stärke und des wirtschaftlichen Aufstiegs erreichten auch die Kultur und Wissenschaft ein hohes Niveau. Als Spitze der damaligen Baukunst bildet die Höhlenstadt Wardzia in Meskhetien, die noch heute die Besucher bewundern. Eines der prächtigsten Beispiele für den außerordentlich hohen Stand der damaligen Goldschmiedkunst ist der Tryptichon der Muttergottes aus Chachuli. Auch die Buchmalerei in den Evangeliaren zählt zu den bemerkenswerten Kunstschöpfungen damaliger Zeit.

Höhlenstadt Wardzia

Die bekannten georgischen Goldschmiede Brüder Opizari haben uns prachtvolle Werke hinterlassen. Auch das philosophische Denken hat sich entwickelt. Die herausragenden Vertreter auf diesem Gebiet waren Ephrem Mzire und Ioane Petrizi.
Das 11. und 12 Jh. ist die Blütezeit der georgischen Literatur. Der Höhepunk der georgischen Poesie ist das Poem „Der Recke im Tigerfell“ von Schota Rustaveli, das in der Zeit von Tamar geschrieben worden sein muss.

Die mongolischen Invasionen

Im Jahre 1125 wurde Georgien zum ersten Mal von den Horden des Sultans von Chorezm, Dschelal ad-Din überfallen. Nach dem schweren Widerstand gelang es dem Land, sich von Mongolen zu befreien, doch bald, im Jahre 1235, wurde Ostegeorgien erneut durch die mongolische Invasion ins Unglück gestürzt. Die Mongolen zerstörten und verwüsteten das ganze Land und führten hohe Tribute ein. Die langfristige Herrschaft der ausländischen Eroberern verbreitete sich nicht nach Westgeorgien.
Die Befreiung des Landes von den Mongolen ist dem König Giorgi V. vom Volk brzkinvale, d.h. „den Glanzvollen“ genannt, (1318-1346) zuzuschreiben. Im Jahre 1334 gelang es ihm, die Eroberer vollständig aus dem Land zu vertreiben. Das verwüstete Land begann aufzuatmen und seine Wirtschaft erlebte erneut den Aufschwung. Bald wurde aber die Ruhe durch den Überfall des grausamen Mongolenfürsten Tamerlan (Timur-i Läng) aufgelöst. In der Zeit von 1386 bis 1403 war Georgien mehr als acht Mal den verheerenden Überfällen Timurs ausgezetzt. Erst nach seinem Tod gelang dem Land unter dem König Alexander I. dem Grossen (1412-1442) sich von der fremdländischen Herrschaft zu befreien und wiederaufzubauen.

Georgische Königreiche unter den Aggressionen des Irans und der Türkei

In der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts war der einheitliche georgische Staat in einige kleinere Königreiche und Fürstentümer zerfallen. Zuerst bildeten sich das Königreich Kartli sowie Kachetien, Imeretien und das Fürstentum Samzche-Saatabago heraus. Später, im 16/17 Jh. trennten sich vom Königreich Imeretien die Fürstentumer Odischi (Megrelien), Gurien, Abchasien und Swanetien.
Die gesamte darauf folgende Geschichte Georgiens verlief mit dem ununterbrochenen Kampf gegen Aggressionen von außen. Die ständigen Kriege mit der osmanischen Türkei einerseits und dem safawidischen Iran andererseits vernichteten die Bevölkerung und das ganze Land.
Doch während der kurzen Erholungsphasen besaß Georgien genug Kraft für große Kulturleistungen. Die von den Eroberern zerstörten Kirchen und Klöster wurden wiederaufgebaut und mit neuen Fresken geschmückt. Bemerkenswert ist im Jahre 1643 die Erneuerung der Wandbemalung der georgischen Kreuzkirche in Jerusalem, die noch heute Porträts der bedeutenden georgischen Persönlichkeiten, darunter auch, Schota Rustaveli darstellt.
Auch die Literatur erlebte den besonderen Aufschwung. 17/18. Jh. gab uns eine Reihe großer georgischen Dichter und Schriftsteller, wie Teimuraz I. König von Kachetien, Sulchan-Saba Orbveliani, Dawid Guramischwili, Besiki (Besarion Gabaschwili.)
Bemerkenswert ist die Zeit der Herrschaft des Königs Wachtang VI. in Kartli, unter dem es zu einem Aufschwung kam. Die königliche Garde (eine Art „Sicherheitstruppe“) diente zur Stärkung der zentralen Macht, der Sklavenhandel wurde durch einen königlichen Erlass verboten, entvölkertes Land wieder besiedelt, Bewässerungsanlagen und -bauten wieder rekonstruiert, der Handel lebte auf, das kulturelle Leben wurde angeregt. 1709 wurde in Tbilissi auf Initiative von Wachtang VI. die erste Buchdruckerei eingerichtet, in der schon 1712 die erste Auflage des Epos „Der Recke im Tigerfell“ von Rustaveli erschienen ist. Wiederum auf Wachtangs Initiative wurde ein Ausschuss „gelehrter Männer“ gebildet, der die Chronik „das Leben Kartlis“ redigieren und ihre Fortsetzung verfassen sollte. Diese Aufgabe hat der Sohn des Königs Wachuschti Bagrationi übernommen. Seine historische und geographische Beschreibung Georgiens ist heute noch großer Bedeutung.

Georgien als Teil des russischen Imperiums

In den 40er Jahren gelang es Ostgeorgien, sich von der Herrschaft des Irans zu befreien und die Königreiche von Kartli und Kachetien wurden vereinigt. Doch die Erholungs- und Aufschwungsphase des Landes hat nicht mehr lange gedauert, da die Angriffe des Irans dem Lande große Gefahr bereitete. So bat der König von Kartl-Kachetien Erekle II. Russland um Hilfe. Im Jahre 1783 wurde in Georgiewsk ein Staatsvertrag abgeschlossen, der Ostgeorgien unter das Protektorat Russlands stellte. Russland garantierte die politische Unabhängigkeit Georgiens und die Unterstützung des Landes im Falle einer fremden Aggression. Doch hielt sich Russland nicht an die Vertragsabstimmungen und kehrte Georgien in der Not den Rücken.
Im Jahre 1795 fiel der neue Herrscher des Irans Aga Mohammed Khan ins Land ein. Nicht weit von Tbilissi– in Krzanissi kam es zu einem erbitternden und ungleichen Kampf, wo die Iraner den Sieg errungen. Danach fielen sie in Tbilissi ein und zerstörten unbarmherzig die Stadt. Die friedliche Bevölkerung wurde mitleidlos abgeschlachtet. Erneut setzten schwere Zeiten, Verfall und Chaos ein. Die Überfälle der nordkaukasischen Nomaden nahmen kein Ende.
Im Jahre 1798 starb König Erekle II. Sein Sohn Giorgi XII. war der letzte König von Kartl-Kachetien. Unmittelbar nach seinem Tod , am 16. Februar 1801 gliederte der Zar Alexander I. zunächst Ostgeorgien an Russland an und setzte dort die königliche Regierung ab. Später fallen auf dieselbe Weise das Königreich von Imeretien und alle Fürstentümmer an Russland. Alle Volksaufstände gegen die Kolonisation wurden mit großer Grausamkeit unterdrückt.
Im Jahre 1832 organisierte der georgische Adel eine Verschwörung, die sich das Zurückgewinnen der Unabhängigkeit des Staates und die Restaurierung der Dynastie der Bagrationen zum Ziel setzte, doch wurde die Verschwörung aufgedeckt und die Teilnehmer nach Sibirien verbannt.
In der zweiten Hälfte der 19. Jh. entwickelte sich die nationale Freiheitsbewegung, an deren Spitze der hervorragende Georgier Ilia Tschawtschawadze stand. Zusammen mit seinem Anhänger und Freund, dem bekannten georgischen Dichter Akaki Tzereteli kämpfte er unermüdlich für die georgische Sprache. Auf seiner Initiative wurde die „Gesellschaft für die Bekämpfung des Analphabetentums unter den Georgiern“ gegründet. Das zaristische Russland sah einen erbittenden Feind in der Fugur Tschawtschawadzes und arbeitete den Plan seiner Entfernung aus. Im Jahre 1907 wurde der große Georgier, Ilia Tschawtschzawadze im Auftrag des zaristischen Russlands ermordet. Aber damit hat der Kampf für die Unabhängigkeit Georgiens nicht aufgehört.

Die erste unabhängige demokratische Republik Georgiens

Am 26. Mai 1918 wurde von dem am 19. November 1917 gegründeten Nationalen Rat die Unabhängigkeit Georgiens erklärt: Georgien wurde zu einer demokratischen Republik und zu einem neutralen Staat. Am Mai 1920 erkannte Russland die Unabhängigkeit seines Nachbarlandes an. Aber bald daraufhin drang die Rote Armee, die sog. 11. Armee des kommunistischen Russlands ins Land ein und annexierte die Unabhängigkeitserklärung. Die Regierung Georgiens floh ins Ausland. So wurde Georgien ein weiteres Mal Untertan Russlands.

Georgien als Teilrepublik der Sowjetunion

Die „Georgische sozialistische Sowjetrepublik“ war die Bezeichnung Georgiens als Teilrepublik der Sowjetunion. Das Land hatte wie alle andere 14 Republiken des Staates das Zentralkomitee mit Sitz in Tbilisi.
Georgien zählte in der sowjetischen Zeit zu einer der führendsten Republiken der Sowjetunion. Das Land mit zahlreichen Kurorten und wunderschöner Landschaft gab gute Bedingungen für den erfolgreichen Tourismus. Die Schwarzmeerküste, insbesondere in Abchasien, wo sich im ganzen Staat wohlbekannte Kurorten befanden, wie Pitzunda, Gagra , Miusera, Axali Atoni, Sochumi u.a. waren die beliebtesten Urlaubsorten in der ganzen Sowjetunion.
Während der Sowjetunion entwickelte sich in Georgien auch die Wirtschaft, insbesondere die Schwerindustrie und die Landwirtschaft.
Natürlich verlief vieles im vorgeschriebenen Rahmen des „sozialistischen Realismus“. Besonders schwer war es für Künstler, diesen Rahmen zu durchbrechen und ihre Werke mit anderem (national-patriotisch, historisch) Charakter zu schaffen. Viele von denen gelangen in Ungnade. Besonders schonungslos waren die s.g. „30er Repressionen“. In den Jahren 1937-1938 wurden über 100.000 Menschen erschossen oder in die Gefangenlager nach Sibirien verschleppt. Unter den Opfern des sowjetischen Regime waren solche bekannten Persönlichkeiten, wie der Schriftsteller Michail Dschawachischwili, Lyriker Tizian Tabidze, Dirigent Ewgeni Mikeladze. Der größte Teil der Intelligenz wurde auf diese Weise vernichtet. 1951 deportierte man im Laufe einer einzigen Nacht diejenigen Familien, die Verwandten im Ausland hatten. Am 9. März 1956 schlug man in Tbilissi eine Demonstration junger Menschen nieder ; Hunderte von denen verloren das Leben.
Trotz der Brutalität der sowjetischen Regierung und KGB (sowjetischer Sicherheitsdienst) hörte die s.g. „unterirdische Bewegung“ gegen das herrschende Regime und für die Unabhängigkeit nicht auf.
Im Jahre 1978 kam es zu einer großen Auseinandersetzung zwischen der georgischen Jugend und dem Kreml, als Moskau die Georgische Sprache als Amtssprache in der Republik Georgiens abzuschaffen und es mit Russisch zu ersetzen versuchte. Tausende von Studenten protestierten gegen dieses Gesetz vor dem Regierungshaus in Tbilissi. Letztendlich gelang es denen ihre Forderungen durchzusetzen, Georgisch blieb wie vor als Amtsprache Georgiens, die georgischen Schüler und Studenten durften ihre Ausbildung auf eigener Muttersprache bekommen.
Die nationale Freiheitsbewegung stärkte sich insbesondere am Ende der 80er Jahren. Im April 1989 verlangten Hunderttausende von Menschen Unabhängigkeit Georgiens. Die friedlichen Demonstranten wurden von der speziellen, mit Panzern ausgestatteten Truppe der sowjetischen Armee vertrieben. Über 20 Menschen, darunter auch 2 Schülerinnen kamen ums Leben und etwa 40.000 erlitten die schwere Gasvergiftung.
Trotz dieser brutalen Maßnahme hörte der Kampf für die Unabhängigkeit Georgiens nicht auf. Die Leader der Freiheitsbewegung Swiad Gamsachurdia und Merab Kostava kämpften unermüdlich für das Recht auf die offenen Wahlen des obersten Rates. In dieser wichtigen Phase der Nationalbewegung war der Tod Merab Kostavas am 13. Oktober 1990 ein großer Verlust.

Der neue unabhängige demokratische Staat Georgiens

Am 28. Oktober 1990 fanden in Georgien die ersten demokratischen Wahlen statt. Es wurde das erste Regierungsorgan im Land, der oberster Rat aufgewählt. Der absolute Gewinner (mehr als 80%) war der politische Block „Runder Tisch – Freies Georgien“, an dessen Spitze Swiad Gamsachurdia stand. Der letzte wurde als Vorsitzende des obersten Rates gewählt.
Am 31 März 1991 fand in Georgien ein Referendum statt, bei dem die Bevölkerung die Möglichkeit hatte, zwischen dem unabhängigen Georgien oder Georgien als Teil der Sowjetunion zu wählen. Die Mehrheit war für die Unabhängigkeit des Landes. Aufgrund dieses Referendums har Swiad Gamsachurdia am 9. April 1991 die Unabhängigkeit Georgiens feierlich erklärt. Kurz danach, am 26. Mai des gleichen Jahres fanden die ersten Präsidentschaftswahlen im Land statt. Der erste Präsident Georgiens wurde Swiad Gamsachurdia. Doch bald wurden sowohl die innere Oppposition, als auch die reaktionären Kräfte Russlands aktiv. Auch der Konflikt im autonomischen Gebiet Südossetiens eskalierte, wo es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Georgiern und Osseten kamen. Die Georgische Bevölkerung musste bald die historische Provinz Georgiens Schida Kartli verlassen und in benachbarte Teile des Landes fliehen. Noch bis heute halten sich die Flüchtlinge aus diesem Gebiet in verschiedenen Orten Georgiens auf.
Im Dezember 1991 wurde ein bewaffneter Ausstand provoziert, der den Beginn des Bürgerkrieges markierte. Die Regierung des Präsidenten Swiad Gamsachurdia wurde gestürzt, selbst der Präsident mit seiner Familie und Anhänger floh nach Tschetschenien.
Nach diesem Prozess nahm der sog. Militärrat die Machtsausübung in die Hand. Das Land versank daraufhin inm Chaos: Energie und Wirtschaftssysteme brachen zusammen, Hungersnot und Raub gehörten zum Alltag. Die friedlichen Demonstrationen, die den Rücktritt von sog. Chunta (Putschisten) und die Rückkehr der nationalen Regierung verlangten, wurden erschossen.
Im März 1992 kam Eduard Schewardnadze, der ehemalige Vorsitzende des Zentralkomitees des sowjetischen Georgiens und späterer Außenminister der Sowjetunion aus Moskau nach Tbilissi und übernahm die Regierung. Er wurde zum sog. Staatsoberhaupt und später 1995 zum Präsidenten Georgiens.
Am 14. August 1992 wurde von den exterritorialen Kräften der Krieg in Abchasien (autonomische Republik in Georgien) provoziert. Die Abchasen, deren Anzahl zu keinem Zeitpunkt 17% der Gesamtbevölkerung der autonomen Republik überstiegen hat, verlangten den Austritt aus dem georgischen Staat. Der darauffolgende Krieg wurde im September 1993 damit beendet, dass 300.000 Georgier aus ihrer Heimat fliehen mussten. Den von Russland gut mit Geld und Waffen, auch mit besseren Streitkräften unterstützten Abchasen gelang es, die ethnische Reinigung der Georgier in Abchasien zu organisieren und die Republik vom gesamten Staat abzutrennen. Bis heute existiert Abchasien neben dem Südossetien als abtrünnige Republik, der zwar von der Außenwelt nicht als ein selbstständiger Staat anerkannt worden ist, aber sein eigenes Parlament und Präsidenten hat.
In der Präsidentenzeit Schewardnadzes (1995-2003) hat sich zwar die politische Lage im Land verbessert: Gesetzeswidrige Aktivitäten der bewaffneten Gruppierungen haben ein Ende genommen, mehrere Länder haben die Unabhängigkeit Georgiens anerkannt, 1999 wurde Georgien in den Europarat aufgenommen, die außenpolitischen Beziehungen wurden reger, aber die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes blieb unverändert. Die Hungersnot und Korruption erhöhten sich Jahr zu Jahr.
Am 23. November 2003 musste die Regierung Schewardnadzes zurücktreten. Die Volksmassen standen bei Tag und Nacht, auch im furchtbaren Unwetter vor dem Regierungshaus in Tbilissi und verlangten den Rücktritt des Präsidenten. Am 23. November 2003, nachdem den Demonstranten ins Regierungshaus gelang, erklärte Präsident Schewardnadze seinen Rücktritt. Dieses Datum ging in die Geschichte Georgiens mit dem Namen „Rosenrevolution“ ein.
Nach diesem Prozess wurde eine vorübergehende Regierung geschaffen, an deren Spitze der ehemalige Vorsitzende des Parlaments und spätere Oppositionär Schewardnadzes Nino Burdjanadze stand.
Am 4. Januar 2004 fanden die Präsidentschaftswahlen und später am 28. März 2004 die Parlamentswahlen im Land statt. Der eindeutige Favorit war der Parteiblock „Nationale Bewegung“ mit seinem Vorsitzenden Michael Saakashvili, der als Präsident gewählt wurde.